Laith Al-Deen

Laith Al-Deen unterstützt die Hilfsorganisation World Vision

Laith Al-Deen unterstützt die Hilfsorganisation World Vision und widmet ihnen den Song „Lied für die Welt“ aus seinem aktuellen Album „Der Letzte deiner Art“.

Das Video zum Song findet man unter: http://bit.ly/laithvision

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  Offizielle Homepage: www.laith.de Facebook: www.facebook.com/laithaldeen  

Biographie

Biographie

LAITH AL-DEEN

Nach zehn Jahren kreativen, aber brotlosen Musikerdaseins in Coverbands; zunächst deutsch-, später englischsprachigen Projekten und unendlichem Elan, der sogar ein angefangenes Studium der Sozialwissenschaften und eine abgebrochene Ausbildung zum Röntgenassistenten überlebt, hat sich Laith Al-Deen die Chance erarbeitet, ein erstes eigenes Album zu veröffentlichen. "Ich will nur wissen" möchte im Jahr 2000 genau das: wissen, ob es ein größeres Publikum gibt für seine Ideen und seine Stimme. Ob man leben kann mit und von der Musik, ob verstanden wird was die Künstlerseele kauderwelscht - wie es sich anfühlt die Musik zum Beruf zu machen.

Uneitel, wie es wohl die bemerkenswerteste Eigenschaft von Al-Deen ist, wird in den nächsten Jahren und auf den kommenden Alben mit dem eingespielten Songwriting- und Produzenten-Team von Schallbau komponiert, getextet und alles Mögliche ausprobiert. Der Weg führt in den Mainstream, macht Abstecher ins Elektronische, besucht sogar mal Rilke, bleibt bewusst Popmusik – und wird äußerst erfolgreich. Die Wahrnehmung steigt und erreicht, nach "Melomanie" 2002, ihren ersten Höhepunkt 2004 mit dem Nummer-Eins-Album mit dem mehrdeutigen Titel "Für alle".

Eine Wahrnehmung, die vielleicht täuscht. Eben nicht ist der Musiker Laith Al-Deen der eindimensionale "Schmusepapst", sondern vielmehr einer, der cool genug ist, verdammt uncool zu sein. Einer, der Input von anderen schätzt und zu seinem Team steht, weil er die Sache ernst nimmt und Musik machen für ihn mehr ist als ein Job, den man wechselt, wenn die anfängliche Euphorie nachlässt. Laith geht es um die Songs – und die sind immer dann am besten für den überzeugten Mannheimer, "wenn man sie auch akustisch spielen kann". Diese Qualität macht auch die Live-Konzerte der eingeschworenen Laith-Al-Deen-Band aus: oft über zwei Stunden dauern die kraftvollen, vielseitigen Shows und hinterlassen Eindruck und verschwitzte Shirts – vor allem bei denen, die seine Musik nur aus dem Radio kennen.

Das "Live"-Album von 2004 ist die logische Konsequenz: die Leidenschaft, die in den Live-Arrangements steckt, will Laith festhalten. Er macht dieses Album vor allem für sich selbst: "Jetzt kann ich einen Teil der bisher schönsten Tour meines Lebens mitnehmen" – und nicht nur für das Publikum. Denn soviel ist klar: die Erfüllung der eigenen Träume hat auch immer mit der Emanzipation von Erwartungen der Außenwelt zu tun, mit der Gelassenheit, es nicht allen recht machen zu müssen.

"Die Frage wie" stellt sich allerdings - vor allem, wenn man ein prominenter Mensch ist, der liebt was er tut und honoriert was ihm entgegengebracht wird. Und so macht Laith 2005 ein Album, das er genau so nennt und danach erstmal Pause.

2006 ist also das Jahr der Zäsur; der Ideen und des Pläne Schmiedens. Hier konkretisiert sich unter anderem auch die Lust auf ein Album mit Coverversionen seiner Lieblingssongs, die drei Jahre später auch realisiert werden wird. Zunächst aber geschieht dem Privatleben des Musikers so Wunderbares, dass es raus muss. "Die Liebe zum Detail", 2007 veröffentlicht, erzählt davon und bedeutet gleichzeitig Neuanfang - in diesem Fall privater Natur.

Im Jahr darauf zieht der Mann, der nicht nur der Liebe zeitlose und berührend ehrliche Denkmäler gesetzt hat, auch ein musikalisches Fazit. Es heißt klassisch "Best Of" – exaltierte Verschnörkelungen sind seine Sache nicht – und zollt dem „Laith-Ding“, der fruchtbaren Arbeit mit Schallbau und nahezu einem Jahrzehnt Zuneigung seiner Fans Tribut. Die Taschen voller lieb gewonnener Hits und ehrlicher Dankbarkeit verabschiedet sich Laith aber hiermit in eine neue Zeitrechnung und bricht auf.

Zu neuen Ufern, die auch die anderen Kanten seines Profils fordern werden - oder wie er es selbst formuliert: "Es gibt noch so viel mehr, das ich mag und das möchte ich die Leute wissen lassen." Der Vollblutmusiker, der seine Kunst am liebsten wie ein Handwerk betrachtet und für nicht mehr und nicht weniger geschätzt werden möchte, geht es jetzt an. Das im Mai 2009 erschienene Album "Session" ist eine Platte, deren Konzept das reine Lustprinzip ist. Alle Songs, die Laith gemeinsam mit Alex Auer (Gitarre), Tommy Baldu (Schlagzeug), Michael Paucker (Bass) und Lillo Scrimali (Keyboards) interpretiert und in nur dreizehn Tagen aufgenommen hat, sind Stücke die er liebt, mit denen er aufgewachsen ist und die im Studio "einfach funktioniert" haben.

Und genau das macht auch den besonderen Reiz des Albums aus: es ist vollkommen frei von Genre-Gesetzen und anderen Eitelkeiten: Auf engstem Raum eingespielt und oft einfach aus gemeinsamem Jammen entstanden, ist der tatsächliche „Session“-Charakter der Produktion hörbar und gewollt. Noch mehr als sonst steht Laith hier auf und hinter dem „Klapperfaktor“ und sorgt für eine Art „Motown-Feeling“. Ein bisschen oldschool also, manchmal gar psychedelisch klingt das neue Album und beeindruckt mit einer ganz neuen Seite von Laith.

Derzeit befindet er sich im Studio, um an seinem kommenden, dann wieder deutschsprachigen, Album zu arbeiten.